Rechtsinfo - Familienrecht



Mehr Rechtssicherheit und Transparenz im Sterbefall durch das Zentrale Testa-mentsregister in Berlin


von:  KS&P

Zum 01.01.2012 hat das von der Bundesnotarkammer in Berlin geführte Zentrale Testamentsregister für Deutschland seinen Betrieb aufgenommen.

 

Es soll dazu dienen, das zeitaufwändige und fehleranfällige Benachrichti-gungswesen in Nachlasssachen zu verbessern. Durch elektronische Kommuni-kationswege sollen hierdurch Nachlassverfahren schneller, effizienter und sicherer werden. Bei Änderungen oder Ergänzungen durch einen Notar können Vorur-kunden, die im Register vermerkt sind, berücksichtigt werden. Streitigkeiten und Widersprüchlichkeiten werden vermieden.

 

Folgende Daten werden im Register gespeichert:

 

-  zur Person des Erblassers

-  zum Verwahrort des Testaments

-  zur Urkunde selbst.

 

Der Inhalt der letztwilligen Verfügung wird jedoch nicht in das Register aufgenommen.

 

Bei jedem Sterbefall prüft nunmehr die Bundesnotarkammer das Register auf registrierte Testamente, Erbverträge und sonstige notarielle erbfolgerelevanten Urkunden. Ggf. wird das zuständige Nachlassgericht oder die Verwahrstelle elektronisch informiert.

 

Dadurch wird der letzte Wille des Erblassers gesichert und Nachlassverfahren können schneller und effizienter durchgeführt werden.

 

Nachteilig ist, dass das Register nur von Notaren und Gerichten in ihrer amtlichen Funktion abgefragt werden kann.

 

Das Register ist nicht kostenfrei; die Registrierungsgebühr beträgt einmalig 15,00 € bzw. 18,00 €. Durch diese Gebühr sind sämtliche Kosten der Registrierung, auch Benachrichtigungen, Folgeregistrierungen sowie alle Benachrichtigungen im Sterbefall abgedeckt.

 

Weitere Informationen unter: www.testamentsregister.de

 

Eingestellt am 19.01.2012