Rechtsinfo - Arbeitsrecht



Diskriminierung wegen des Geschlechts im Zusammenhang mit einer k?nstlichen Befruchtung


von:  Rechtsanwalt Hans-Georg K?nig

Die Klägerin war – befristet – als Solotänzerin an einer kleinen Bühne beschäftigt. Anwendbar war auf dieses Arbeitsverhältnis der „Normalvertrag Bühne“, der vorsieht, dass sich der Arbeitsvertrag automatisch um eine weitere Spielzeit verlängert, wenn nicht der Arbeitgeber rechtzeitig vorher einer Verlängerung widerspricht.

 

In diesem vom LAG Köln – 12 Sa 911/13 – am 03.06.2014 entschiedenen Fall sprach der Arbeitgeber eine Nichtverlängerungsmitteilung aus, weil die Klägerin in der abgelaufenen Spielzeit aufgrund einer (abgebrochenen) Schwangerschaft nur zu 75 % einsetzbar gewesen sei und man mit weiteren Ausfällen rechnen müsse, da nach erfolgreicher Fruchtbarkeitsbehandlung mit einer erneuten Schwangerschaft zu rechnen sei.

 

Das Gericht sah darin jedoch einen Verstoß gegen das Verbot der Diskriminierung wegen des Geschlechts nach §§ 134 BGB i.V.m. 1, 3, 7 Abs. 1 AGG.

 

Eingestellt am 04.09.2014