Rechtsinfo - Bankrecht



Kleines ABC der Bankersprache


von:  KS&P

Agio

Der Betrag, um den der Ausgabepreis bei Neuausgabe von Wertpapieren deren Nennbetrag übersteigt.

 

Baisse

Längere Zeit anhaltende, starke Kursrückgänge an der Börse.

 

Benchmark

Bezugsmarke, an der die Wertenwicklung einer Anlage gemessen wird.

 

Broker

Wertpapierhändler und - makler.

 

Cap

Bezeichnet bei Zertifikaten den vorher in den Emissionsbedingungen festgelegten maximalen Rückzahlungsbetrag, der nicht überschritten werden kann. Bei Anleihen gibt der Cap den im Voraus festgelegten Höchstzinssatz an.

 

Deutsche Aktienindices

Die gängigsten deutschen Aktienindices sind der DAX®, der MDAX®, der SDAX® und der TecDAX®. Der DAX® besteht aus den 30 Standardwerten, die die höchsten Börsenumsätze und Börsenkapitalisierungen aufweisen. Der MDAX® repräsentiert die 50 nachfolgenden Werte (Midcaps), der SDAX® umfasst die 50 nächstkleineren Werte (Smallcaps). Der TecDAX® fasst die 30 größten Unternehmen der Technologiebranchen unterhalb der DAX-Werte zusammen.

 

Disagio

Der Betrag, um den der Ausgabepreis bei der Neuausgabe von Wertpapieren deren Nennbetrag unterschreitet.

 

Emission

Ausgabe neuer Wertpapiere.

 

Emissionspreis

Preis, zu dem neu ausgegebene Wertpapiere dem Anlegerpublikum zum Kauf angeboten werden.

 

Emittent

Herausgeber von erstmals in Umlauf gebrachten Wertpapieren.

 

EUR-Anleihen

Anleihen, bei denen der Nominalbetrag auf Euro (€) lautet.

 

Eurobonds

Internationale - nicht nur europäische - Schuldverschreibungen, die über internationale Bankenkonsortien platziert werden, auf eine international anerkannte Währung lauten und in mehreren Ländern außerhalb des Heimatlandes des Emittenten gehandelt werden.

 

Hausse

Längere Zeit anhaltende, starke Kurssteigerungen an der Börse.

 

Index

Statistisches Instrument zur anschaulichen Darstellung von Preis- und Mengenbewegungen bei Gütern und Wertpapieren im Zeitablauf.

 

Interbankenmarkt

Markt, an dem der Handel zwischen Kreditinstituten stattfindet, d. h. an dem Angebot und Nachfrage von Banken nach Geld, Devisen oder Wertpapieren zusammentreffen.

 

Liquidität

Möglichkeit, mehr oder weniger schnell und mit mehr oder weniger hohen Transaktionskosten oder Werteinbußen ein Wertpapier kaufen oder verkaufen zu können.

 

Marktusancen

Feste Handelsbräuche, die sich zur Geschäftsabwicklung in den Wertpapiermärkten herausgebildet haben.

 

Midcaps

Bezeichnung für Aktien mit einer mittleren Marktkapitalisierung.

 

Order

Kauf- oder Verkaufsauftrag

 

Performance

Wertentwicklung einer Anlage. Wird meist auf eine bestimmte Referenzperiode (z.B. 1,5 oder 10 Jahre) bezogen und in Prozent ausgedrückt.

 

Rating

Eingruppierung von Emittenten entsprechend ihren wirtschaftlichen Verhältnissen.

 

Referenzzinssatz

Repräsentativer, meist kurz- bis mittelfristiger Zinssatz, an dem bzw. an dessen Veränderungen sich andere Zinssätze (vor allem solche für Floating Rate Notes) orientieren. Wichtige internationale Referenzzinssätze sind der EURIBOR und der LIBOR.

 

Rentabilität

Prozentuales Verhältnis des Ertrags zu dem eingesetzten Kapital in einem bestimmten Zeitraum.

 

Smallcaps

Bezeichnung für Aktien mit einer relativ geringen Marktkapitalisierung.

 

Spread

Auf- oder Abschlag auf einen Referenzzinssatz (z.B. EURIBOR oder LIBOR), dessen Höhe sich nach der Bonität und der Marktstellung des betreffenden Schuldners richtet.

 

Unternehmensanleihen

Schuldverschreibung von Wirtschaftsunternehmen; auch Industrieobligationen genannt.

 

Volatilität

Maß für die Schwankungsintensität eines Wertpapierkurses innerhalb einer bestimmten Periode. Die Berechnung erfolgt aufgrund historischer Daten nach bestimmten statistischen Verfahren.

eingestellt am: 10.03.2008